Mobile Pflege für SeniorInnen in Charkiw

Grundnahrungsmittel sind für viele MindestpensionistInnen in der Ukraine zu teuer geworden.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in der Ukraine immer weiter auseinander. In den letzten Jahren kam es zu massiven Teuerungen, die Preise für Grundnahrungsmittel sind außerordentlich hoch. Ein Kilogramm Schweinefleisch kostet zum Beispiel sechs Euro. Der Mindestlohn beträgt circa 100 Euro im Monat, MindestpensionistInnen müssen mit 75 Euro im Monat auskommen. Dieses geringe Einkommen reicht nicht aus, um lebenserhaltende Kosten abzudecken. Eine ernsthafte Erkrankung bedeutet oft den Tod.

Zuvor sammelte die Caritas Spendengelder, um das Caritas-Tageszentrum in Charkow, der zweitgrößten Stadt der Ukraine nach Kiew, zu unterstützen. Hier bekommen 60 alleinstehende Menschen im Alter von 55 bis 90 Jahren fünf Tage in der Woche ein warmes Mittagessen und eine Jause. Sie haben auch die Möglichkeit, sich im Tageszentrum zu duschen und ihre Wäsche in der Waschmaschine zu waschen - denn nicht alle von ihnen haben ein Bad mit Warmwasser zu Hause. Die Freizeitgestaltung ist aber mindestens ebenso wichtig, zusätzlich Gesundheitsgymnastik steht am Programm.

Der aktuelle Spendenaufruf widmet sich allerdings der mobilen Krankenpflege für ebenfalls 60 Personen, die aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands das Haus nicht mehr verlassen können. In Zusammenarbeit mit der lokalen Poliklinik übernehmen die MitarbeiterInnen der Caritas Haushaltsaufgaben, Besorgungen, Behördengänge und begleiten ihre KlientInnen zu Arztbesuchen. Darüber hinaus sind sie für viele ein wichtiger Sozialkontakt.

Spendenhinweis

Dieses Caritas-Projekt läuft unter dem allgemeinen Verwendungszweck "Ukraine", mit Ihrer Online-Spende unterstützen Sie also nicht mit Sicherheit das beschriebene Hilfsprogramm. Die Organisation entscheidet nach Bedarf darüber, welchem der "Ukraine"-Projekte Ihre finanzielle Unterstützung zugute kommen wird. Weitere dieser Projekte finden Sie hier.

Über die Caritas-Website haben Sie lediglich die Möglichkeit, einen Betrag von 25, 50 oder 100 Euro zu spenden.
20.07.2016