Förderung benachteiligter Kinder in Bulgarien

Das Tageszentrum der Caritas in Kuklen für benachteiligte KInder soll mit zwei Therapieräumen und medizinischen Geräten ausgestattet werden.

Kuklen ist eine kleine Stadt mit 7.000 Einwohnern, etwa 100 km südlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Hier lebt ein buntes Völkergemisch: Bulgaren, Türken und Roma, Katholiken, Orthodoxe und Muslime. Die nahe gelegene Buntmetallfabrik sorgt für gesundheitliche Schwierigkeiten bei Ungeborenen und Kindern. 

In vielen Familien wird nur Türkisch oder Romanes gesprochen. Die Kinder aus diesen Familien haben es in der Schule besonders schwer, ist doch Bulgarisch die Unterrichtssprache.

Gerade diese Menschen gehören zu den Verlierern des Umbruchs in Osteuropa. Im Kommunismus hatte praktisch jeder einen Job, 2014 lag die Arbeitslosenquote in Bulgarien bei rund 13 Prozent. Vor allem Minderheiten in ländlichen Gebieten sind stark davon betroffen. Um Arbeit zu finden, bleibt oft nur der Weg ins Ausland. Den Kindern bleiben Großeltern oder Verwandte.

Zudem haben Kleinkinder und Heranwachsende zunehmend mit den gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Fabrik zu kämpfen. Entwicklungsverzögerung und die Scham der Eltern erschweren das Leben der Kinder, das Geld für Therapie und Förderung fehlt jedoch.

Für diese Kinder ist das Tageszentrum der Caritas in Kuklen da. 30 benachteiligte Kinder zwischen hier von SozialarbeiterInnen betreut. Anhand von Kunst- und Logotherapie wird den Kindern in motorischer als auch sprachlicher Hinsicht geholfen, um so am sozialen Leben im Dorf teilnehmen zu können.

Für die Erweiterung der Tagesstätte benötigt die Caritas Spenden. Mit den Hilfsgeldern soll das therapeutische Angebot erweitert werden - zwei Therapieräume und die Anschaffung von medizinischen Geräten.

Spendenhinweis

Dieses Caritas-Projekt läuft unter dem allgemeinen Verwendungszweck "Kinder in Not Osteuropa", mit Ihrer Online-Spende unterstützen Sie also nicht mit Sicherheit das beschriebene Hilfsprogramm. Die Organisation entscheidet nach Bedarf darüber, welchem der "Kinder in Not Osteuropa" - Projekte Ihre finanzielle Unterstützung zugute kommen wird.
11.06.2019