Blindenverband BSVÖ

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© Walter Grösel

Selbsthilfeorganisation für blinde und sehbehinderte Menschen in Österreich.

Rund 318.000 Menschen in Österreich leiden an einer dauerhaften Sehbeeinträchtigung, einer Fehlsichtigkeit, die durch Brillen, Kontaktlinsen oder operative Eingriffe nicht mehr zur Gänze korrigierbar ist. Laut einer von Statistik Austria 2007/08 durchgeführten Befragung waren 3.000 Menschen in Österreich blind, 101.000 hatten eine hochgradige, 146.000 eine mittlere und 68.000 eine leichte Sehbeeinträchtigung.

Der 1946 gegründete Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ) ist eine Selbsthilfeorganisation: "Das zentrale Ziel des BSVÖ ist selbstbestimmtes Leben für blinde und sehbehinderte Menschen, Leitmotiv ist der Selbsthilfegedanke", heißt es auf der Homepage.

Zu den Aufgaben des BSVÖ gehört auch Lobbyarbeit: die Interessen von blinden und sehbehinderten Menschen gegenüber Gesetzgebung und Verwaltung vertreten; Bewusstsein für Barrieren und Diskriminierung zu schaffen, Maßnahmen zur Vermeidung ebenjener zu fördern.

Dem Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich gehören sieben Landesorganisationen an: Wien/Niederösterreich/Burgenland, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Steiermark und Kärnten.

Die mit Abstand größte Landesorganisation ist jene für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Im Jahr 2013 wurden laut Fundraising-Verband für alle Blindenverband-Vereine zusammen 3,47 Millionen Euro gespendet, mehr als die Hälfte davon - 2,05 Millionen - für den Blinden- und Sehbehindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland. Die Zahlen im Kasten rechts beziehen sich nur auf den Blinden- und Sehbehindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Spenden an alle sieben Landesverbände und an die Dachorganisation sind von der Steuer absetzbar.

Das Österreichische Spendengütesiegel haben nur die Landesverbände Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Wien/Niederösterreich/Burgenland und seit Ende 2016 auch der Landesverband Steiermark.
10.05.2017