Bildungszentrum für Straßenkinder in Quito

In der ecuadorianischen Hauptstadt Quito wird Straßenkindern individueller Unterricht und eine berufliche Ausbildung geboten.

Obwohl die Armutsgrenze in den Ländern Mittel- und Südamerikas weiter sinkt, sind rund ein Drittel der Menschen weiterhin von Armut betroffen, Kinder sind auch hier keine Ausnahme. In Ecuador gibt es etwa 210.000 Waisenkinder, das entspricht rund 4,5% der unter 15-Jährigen. Hinzu kommt eine hohe Zahl grob vernachlässtiger Kinder, die aus Not oder Zwang auf der Straße ihr Geld verdienen. Neben jenen, die Schuhe putzen oder Müll sammeln, sind besonders Mädchen von sexueller Ausbeutung betroffen. Dass die Kinder frühzeitig mit Drogen, Gewalt und Kriminalität in Kontakt kommen, kann deshalb nur schwer verhindert werden. Somit sind diejenigen, die anstatt die Schule zu besuchen, in den Familienbetrieben mithelfen müssen, zumindest nicht der ständigen Gefahr durch Übergriffe ausgesetzt. 

In der ecuadorianischen Hauptstadt Quito hat der Orden der Salesianer Don Boscos das Programm "Chicos de la Calle" für obdachlose und stark vernachlässtige Straßenkinder ins Leben gerufen. Im Schul- und Ausbildungszentrum im Stadtviertel La Tola können die Kinder nicht nur eine Berufsausbildung im Bereich Automechanik, Elektrotechnik oder Tischlerei absolvieren: je nach Bildungsstand wird ihnen ein individueller Unterricht geboten. Darüberhinaus gibt es ein umfangreiches Freizeitprogramm mit Sport und Spiel und auch gesunde Ernährung ist ein wichtiges Thema, das den Kindern im Zentrum vermittelt wird.
01.02.2018