Bäume als Zeichen gegen Vertreibung

Der Anbau von Monokulturen, schränkt den traditionellen Wanderfeldbau der Guaraní Familien immer stärker ein. Aufforstungsmaßnahmen setzen ein Zeichen gegen die Vertreibung der BewohnerInnen.

Durch die Ausweitung von Monokulturen wie Soja, Weizen oder Mais werden bereits Dreiviertel der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen von Konzernen bewirtschaftet. Das Land der einheimischen LandwirtInnen wird zusehends eingeschränkt und reicht nicht mehr aus, um die vom traditionellen Wanderfeldbau abhängigen Familien zu ernähren. Illegale und legale Landaneignungen von Großgrundbesitzern und internationalen Konzernen führen dazu, dass sich Paraguay nicht mehr selbst ernähren kann, deshalb auf Import angewiesen ist und auch, dass Familien gewaltsam vertrieben werden, um das Land zu verkaufen.

Durch die Aufforstung von einheimischen Baum- und Straucharten soll deshalb ein Zeichen gegen die Vertreibung gesetzt werden. Zusätzlich können so die Böden fruchtbar und weiterhin ertragreich gehalten werden, um das Überleben der kleinbäuerlichen Familien zu sichern.

Der Entwicklungshilfeklub möchte Guaraní Familien dabei unterstützen ihr Land weiterhin zu nutzen. Mit der Errichtung einer Baumschule für 24 Familien und durch die gemeinschaftlichen Aufforstungsmaßnahmen in den sechs Regionen Caaguazú, Caazapá, Canindenyú, Amambay, San Pedro und Alto Paraná können die Böden wieder fruchtbar gemacht und ökologisch bewirtschaftet werden. Mit insgesamt 168 Euro kann das Projekt realisiert und ein sichtbares Zeichen gegen die Vertreibung gesetzt werden.
08.03.2019