Ugandas Batwa

Um Berggorillas zu schützen, wurden Nationalparks errichtet – und die Batwa vertrieben.

Weniger als 100.000 Menschen gehören den Batwa an. Sie leben in den Staaten Ruanda, Burundi, der DR Kongo und Uganda in Zentralafrika. Ihre traditionelle Lebensweise als Jäger und Sammler besteht kaum noch, seit der Großteil des Waldes zugunsten der Landwirtschaft gerodet wurde. In Uganda wurden die letzten Rückzugsgebiete der Batwa zu Nationalparks erklärt, um die Berggorillas zu schützen.

Seither leben die ehemaligen NomadInnen oftmals als Landlose. Als TagelöhnerInnen werden sie von Bauern und Bäuerinnen nur mit Nahrung bezahlt. Die Vorurteile gegen die Batwa-Minderheit in Uganda sind groß, sie werden vielfach diskriminiert, an den Rand der Gesellschaft und in die Armut gedrängt.

Dieses Projekt von ADRA, das von der Stadt Wien gefördert wird, will Jugendlichen der Batwa helfen, den Armutskreislauf zu durchbrechen.

Dazu werden 20 Jugendgruppen mit je 20 jugendlichen Batwa gegründet. Sie lernen lesen, schreiben und rechnen - Fertigkeiten, die im Alltag und der Arbeit unerlässlich sind. Den 400 Jugendlichen werden grundlegende landwirtschaftliche Kenntnisse vermittelt, ihnen wird bei der Organisation von Kleinunternehmen, Spar- und Kreditvereinen geholfen.

Das Spendenziel beträgt 20.000 Euro.
28.12.2016