Aufforstung in den ecuadorianischen Anden

Kleinbäuerliche Familien in den Anden können kaum noch von der Landwirtschaft leben. Die Böden sind hochgradig erodiert und somit unfruchtbar.

Besonders in hohen Lagen hat die unkontrollierte Abholzung in den Anden schwerwiegende Folgen: Ohne Bäume und Sträucher erodiert der Boden, der daraufhin nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden kann. Die Witterung ist in dem knapp 7.000 Meter hohen Gebirge extrem, weshalb ein intakter Boden für die Fruchtbarkeit wichtig ist und Wasserquellen schützt. Geringe Ernteerträge haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer mehr Kleinbauern in urbane Gebiete abwandern.

Bereits seit über 55 Jahren setzt sich die Organisation Centro de Estudios y Acción Social (CEAS) dafür ein, die fortschreitende Zerstörung in der ecuadorianischen Andenprovinz Chimborazo aufzuhalten und das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen. Das Projekt ist ganzheitlich angelegt: Wasserversorgung, Tierhaltung, Bewusstseinsbildung und Aufforstung gehören gleichermaßen zum Programm.

Konkret unterstützt der Entwicklungshilfeklub die 200 kleinbäuerlichen Familien der vier Andendörfer Rumipamba, Tepeyac Juan Diego, Tepeyac Alto und La Dolorosa der Provinz Chimborazo. Die Organisation berät die Gemeinden und fördert sie mit insgesamt 70.000 Setzlingen. Alles in allem werden 30.280 Euro benötigt. Die Kosten für den Transport, Pflanzungsschulung sowie Nachbetreuung sind bereits einkalkuliert.
18.07.2017