Armutsbekämpfung in Guatemala

Das Leben der überwiegend indigenen Bevölkerung im Nordwesten Guatemalas ist von großer Armut geprägt. In vier Dörfern leistet die Kindernothilfe nachhaltige Unterstützung für Kinder und Familien.

Während Guatemala ohnehin eines der ärmsten Länder Lateinamerikas ist, leidet die überwiegend indigene Bevölkerung im gebirgigen Nordwesten des Landes unter Ausgrenzung und Diskriminierung. Die BewohnerInnen leben zum Großteil von Subsistenzwirtschaft - versorgen sich also durch Ackerbau und Viehzuch selbst - und haben meist keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, sauberem Trinkwasser oder sanitären Anlagen. Auch Schulbildung bleibt den Menschen in den abgeschiedenen Dörfern in den allermeisten Fällen verwehrt.

Die Kindernothilfe unterstützt im Zuge dieses Projekts die BewohnerInnen von vier Dörfern, um ihnen Wege aus der Armut aufzuzeigen. Schwerpunkt liegt auf dem Miteinbezug von Frauen, Kindern und Jugendlichen:
  • Die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und GeburtshelferInnen wird gestärkt und die Versorgung der DorfbewohnerInnen verbessert.
  • Schulungen zu gewaltfreier Erziehung werden angeboten, engagierte Mütter werden verstärkt eingebunden.
  • Bildungskampagnen, Workshops, Infoveranstaltungen zu der Thematik "Recht auf Bildung" sowie Alphabetisierungskurse und Fortbildungsprogramme für Erwachsene werden geboten.
  • Es findet eine enge Zusammenarbeit mit lokalen NGOs statt, um sie bei ihrem Engagement zur Verbesserung der Schulen - etwa bzgl. der Ausstattung - und der Qualität der Bildung zu unterstützen.
  • Im Zuge praktischer Schulungen erfahren Subsistenzbauern und -bäuerinnen, wie sie nachhaltig und effizient anbauen, ihre Erträge erhöhen und somit auf die Mitarbeit ihrer Kinder verzichten können.
  • GemeinderätInnen und Schulparlamente erfahren, wie sie in Zukunft ihre Anliegen selbst an staatliche und nicht-staatliche Stellen herantragen können.
  • Gemeinsame Sport- und Freizeitaktivitäten erhöhen den Zusammenhalt der Gemeinden.

Die Kindernothilfe bittet um Spenden: Mit einem Beitrag von 35 Euro unterstützen Sie eine Dorfgemeinschaft in Guatemala beispielswesie mit ausreichend Saatgut.
09.08.2017