Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Samariterbund ©Walter Grösel Samariterbund ©Walter Grösel Samariterbund ©Walter Grösel Samariterbund ©Walter Grösel [14097408922899.jpg]
© Walter Grösel

Das Angebot ist breit gefächert: Rettungsdienste, Krankentransporte, Gesundheitsdienste, Betreuung für Asylwerbende, Obdachlosenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit.

Der Arbeiter-Samariter-Bund ist die zweitgrößte Rettungsorganisation Österreichs nach dem Roten Kreuz.

Gegründet wurde er nach den Unruhen mit 89 Toten rund um den Brand des Wiener Justizpalastes 1927, "da sich das bürgerliche Rote Kreuz weigerte, verletzten Arbeitern zu helfen", heißt es auf samariter.at, der Seite der Samariter-Ortsgruppe Floridsdorf-Donaustadt. Der Name Samariter geht auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter im Lukas-Evangelium zurück, in Deutschland gibt es den Arbeiter-Samariter-Bund bereits seit 1888.

"Wir sind von den Wurzeln her selbstverständlich aus der Sozialdemokratie stammend", betont ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. Um Unabhängigkeit von der SPÖ zu demonstrieren, werden aber meist nur noch die Begriffe "Samariterbund" oder "Die Samariter" verwendet, die "Arbeiter" weggelassen. Für mediale Aufregung sorgte 2012 der Verzicht des Samariterbunds auf das Gastdelegiertenrecht beim SPÖ-Bundesparteitag.

8.200 Haupt- und Ehrenamtliche

Der Arbeiter-Samariter-Bund hat heute in Österreich knapp 5.900 ehrenamtliche und 2.300 hauptamtliche MitarbeiterInnen. 2015 wurden im Rahmen der Flüchtlingshilfe 600 MitarbeiterInnen neu angestellt.

Alleine 1.200 Ehrenamtliche waren 2015 für den ASBÖ in der Flüchtlingshilfe tätig, wodurch bis zu 7.500 Geflüchtete am Tag durch den Verein betreut werden konnten.

Das Haupteinsatzgebiet des Samariterbunds ist der Rettungs- und Krankentransport, täglich werden durschnittlich 2.700 Fahrten gemacht. Daneben ist man im Sanitätsdienst aktiv, unter anderem jährlich beim Wiener Donauinselfest.

Außerdem leistet der ASBÖ Katastrophenhilfe, Entwicklungszusammenarbeit, Sozialarbeit mit fünf Obdachlosen-Heimen in Wien und betreut Asylwerber.

2.400 Menschen nehmen täglich den Service von Essen auf Räder in Anspruch. Darüberhinaus betreibt der Samariterbund acht Pflegekompetenzzentren und zwei betreute Wohngemeinschaften für SeniorInnen.

Organisatorisch ist der ASBÖ in einen Bundesverband, mehrere Landesverbände und regionale Gruppen sowie diverse gemeinnützige GmbHs gegliedert.

Das Österreichische Spendengütesiegel hat der Arbeiter-Samariter-Bund seit 2009, Spenden an 15 verschieden Samariterbund-Organisationen sind von der Steuer absetzbar.
17.07.2017