Amnesty International

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© Walter Grösel

"Amnesty International ist keine Hilfsorganisation, die Spenden sammelt, um sie an Bedürftige weiterzuleiten."

"Auf die Freiheit", stießen zwei Studenten in einem Restaurant im Lissabon der Salazar-Jahre an – und wurden deswegen zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.

Dieser Fall, so erzählte er später, veranlasste den englischen Rechtsanwalt und Labour-Politiker Peter Benenson im Mai 1961, den Artikel "The Forgotten Prisoners" ("Die vergessenen Gefangenen") im britischen "Observer" zu schreiben. In dem Text berief sich Benenson auf die UN-Menschenrechtscharta und zitierte Voltaire: "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."

Benenson rief in seinem Artikel die Menschen auf, die Herrschenden auf der ganzen Welt mit Protestbriefen für die "vergessenen Gefangenen" einzudecken. Aus der kurzen, einmaligen Kampagne wurde eine beständige, internationale Bewegung. 1970 wurde Amnesty International Österreich gegründet, 1977 wurde Amnesty International mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Heute hat Amnesty International nach eigenen Angaben in 150 Staaten mehr als sieben Millionen Mitglieder, Unterstützer und Aktivisten. Damit ist Amnesty International die größte Menschenrechtsbewegung der Welt.

"Amnesty International ist keine Hilfsorganisation, die Spenden sammelt, um sie an Bedürftige weiterzuleiten. Die Arbeit von Amnesty besteht vor allem aus Nachforschungen in aller Welt, Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Lobbyingarbeit bei Regierungen, Wirtschaftskonzernen und anderen internationalen Organisationen", so beschreibt es Amnesty International selbst.

Schon seit 2014 lobbyiert Amnesty International Österreich etwa für die Freilassung des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi.

Ungewöhnliche Kooperation

Im Jahr 2018 hatte Amnesty International in Österreich 59.400 fördernde Mitglieder, 17.900 ÖsterreicherInnen spendeten für die Menschenrechtsorganisation. 5,96 Millionen Euro nahm Amnesty International Österreich 2018 ein – darunter 73.000 Euro durch den Österreich-Fonds und damit explizit für den Einsatz für Menschenrechte in Österreich.

19% der Einnahmen flossen 2018 in "Spendenwerbung / Öffentlichkeitsarbeit", 14% in den "Verwaltungsaufwand".

Das Österreichische Spendengütesiegel hat Amnesty International schon seit seiner Einführung 2001, Spenden sind von der Steuer absetzbar.
04.06.2019