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AFYA

Fördert die ganzheitliche Gesundheit von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung.
© Walter Grösel
© Walter Grösel
Spätestens seit der großen Flüchtlingsbewegung 2015 sind die Thematiken "Flucht und Asyl" sowohl in der Politik, als auch in den Medien sehr präsent. Allein 2015 suchten rund 95.000 Personen hierzulande um Asyl an, fast dreimal so viel wie in den Jahren davor. Der Staat Österreich steht seitdem vor der Aufgabe Basisunterstützung für Neu-Ankommende anzubieten. Auch angepasste Angebote für traumatisierte Geflüchtete stehen auf der Agenda, doch die staatlich geförderten Therapieplätze sind nicht ausreichend. Gemeinsam mit anderen erfahrenen Gesundheitsexpert*innen fasste Sabine Kampmüller deswegen den Entschluss, Projekte für die besagte Personengruppe auszuarbeiten und anzubieten.
2017 war es die Betroffenheit über den Mangel an Versorgung für traumatisierte Menschen nach der Flucht, die uns veranlasste, AFYA zu gründen.
 
Der Verein für interkulturelle Gesundheitsförderung widmet sich seither der Verbesserung der psychischen Gesundheit von geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Familien. Der Ansatz ist niederschwellig, innovativ und kultursensibel, genau an die Bedürfnisse der Traumatisierten angepasst. Hauptaugenmerk sei die Menschen "nach Krieg und Flucht frühzeitig zu unterstützen und so Traumafolgestörungen vorzubeugen". Passend dazu wurde auch der Vereinsname gewählt, so stammt das Wort "AFYA" aus den Sprachen Arabisch und Suaheli und bedeutet übersetzt Gesundheit und Wohlbefinden. Wie wichtig auch die Mehrsprachigkeit in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten ist, wird immer wieder betont. "Arbeit in Muttersprachen ist ein Schlüssel für die Wirkung unserer niederschwelligen Programme", betont der Verein.

Projekte & Finanzierung

Zurzeit führt AFYA fünf Gesundheitsprojekte und ein Fortbildungsangebot für Pädagog*innen. Die Sprachen Arabisch, Dari/Farsi, Somali, Tschetschenisch, Kurdisch, Pashtu, Russisch, Ukrainisch, Türkisch, Englisch und Deutsch werden von verschiedenen Teammitgliedern beherrscht und angewendet. Angefangen bei Schüler*innen, über Familien, bis zu Menschen in Wohneinrichtungen profitieren von der Arbeit. "Verbessern sich Gesundheit und Wohlbefinden, wirkt sich dies unmittelbar positiv auf Bildung und Arbeitsfähigkeit der Betroffenen aus", hält AFYA dazu fest. Über 400 Personen nahmen an den Projekten des Vereins im Jahr 2021 teil, 141 davon Kinder und Jugendliche.

Der größte Teil der Einnahmen kommt aus öffentlichen Mitteln (2021: 384.750 Euro) und nur ein kleiner Teil aus Spenden (2021: 3.790 Euro). Für Werbezwecke wurde im diesjährigen Berichtsjahr kein Budget aufgewendet. Über 90 Prozent der Erträge wurden für Projektaktivitäten eingesetzt - ein Teil davon (83.000 Euro) als Vorauszahlung für Programme im Jahr 2022.

AFYA verfügt nicht über das Österreichische Spendengütesiegel. Spenden an den Verein sind von der Steuer absetzbar.

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