Katastrophenschutz und Wasserversorgung

Das österreichische Büro der ADRA hat in Nepal die Projektleitung für den Katastrophenschutz übernommen. Erdbeben und Überschwemmungen sind eine ständige Bedrohung für das Land.

Nach gut einem Monat aktiven Spendensammelns hatte ADRA Österreich genügend finanzielle Mittel beisammen, um in Nepal Nothilfe zu leisten. Im Frühling 2015 erschütterten zwei schwere Erdbeben das Land. 4.000 Zeltplanen wurden verteilt, 1.000 Familien erhielten 50 Kilogramm schwere Lebensmittelpakete. Die Wasserversorgung an Schulen wurde wieder hergestellt und mobile Ärzteteams sind seither in den Gebieten unterwegs, in denen die Gesundheitszentren zerstört und nicht wieder aufgebaut wurden.

Seit die Phase der akuten Nothilfe erfolgreich beendet wurde, leitet ADRA zwei mittelfristige Projekte zum Wiederaufbau Nepals.

Schutz vor Naturkatastrophen

Um die Zahl künftiger Todesopfer zu minimieren und um die Infrastruktur wie auch Häuser vor der Zerstörung durch Naturkatastrophen zu schützen, muss erst das Bewusstsein der Bevölkerung geschärft werden. DorfbewohnerInnen, Verwaltungsorgane und PolitikerInnen werden darauf vorbereitet, wie man sich vor Erdbeben und Überschwemmungen besser schützen kann.

Die Maßnahmen umfassen Fluchtübungen sowie das Erbauen von erdbebensicheren Häusern, Dämmen und Bewässerungssystemen. Darüber hinaus lernen die Menschen die Gefahren einzuschätzen, von denen sie in ihrer jeweiligen Region betroffen sein könnten.

Erst im September 2018 soll dieses Risikomanagement-Projekt beendet werden. ADRA Österreich möchte 30.000 Euro (von insgesamt 550.000 Euro Gesamtbudget) zur Verfügung stellen, außerdem hat sie die Projektleitung übernommen.

Wasser- und Hygieneversorgung

Im Distrikt Kavre, südöstlich der nepalesischen Hauptstadt Katmandu gelegen, wurden knapp 52.000 Häuser durch das Erdbeben zerstört, weitere 23.000 stark beschädigt. ADRA stellt Baumaterialien zur Vefügung, damit die BewohnerInnen auch ihre WCs wiederaufbauen können. Denn funktionierende, saubere Toiletten sind für die Hygiene und Gesundheit äußerst wichtig.

Außerdem bietet die Organisation Hilfe beim Reparieren der Wasserleitungen an. Viele Dörfer haben seit dem Erdbeben kein funktionierendes Wassersystem mehr, die Menschen müssen weit laufen, um trinkbares Wasser zu holen.

Haushalte ohne funktionierende Elektrizität erhalten Solarlampen. Außerdem werden Saatgut und Gartenwerkzeug verteilt, damit die Familien unabhängig für sich sorgen können.
09.11.2017