Ackerbau und Partizipation in Tansania

Nachhaltige wie ertragreichere Landwirtschaft und Stärkung der Zivilgesellschaft sind die Ziele des Welthaus-Projekts.

Im trockenen Tiefland Tansanias geben die Böden wenig her, die Familien können kaum davon leben. Um die Ernährungssituation der KleinbäuerInnen zu verbessern, vermittelt dieses Projekt mithilfe der lokalen "Ileje Rural Development Organisation" (IRDO) neue Anbaumethoden in biologischer Landwirtschaft.

Vor allem durch Kompostierung konnten die Erntegewinne massiv gesteigert werden. Erosionsschutzmaßnahmen machen die Böden fruchtbarer, Neuerungen in der Hühnerzucht tragen auch ihren Teil dazu bei, die wirtschaftliche Situation der kleinbäuerlichen Familien der Region zu verbessern.

Der landwirtschaftliche Aspekt ist aber nur ein Teil des Projekts. Der Aufbau lokaler Strukturen ist der zweite Aspekt dabei. Je höher der Organisationsgrad der Kleinbäuerinnen und -bauern und je umfassender die Informationen über ihre Rechte, umso eher können sie diese einfordern und wahrnehmen.

Das erworbene Wissen wird innerhalb der Gemeinschaft weitergegeben und vervielfacht sich somit. Diese sogenannten MultiplikatorInnen – oder Opinionleader – erhalten im Rahmen des Projekts besondere Schulungen hierfür.

Welthaus finanziert dieses Projekt gemeinsam mit der Dreikönigsaktion und dem Land Steiermark. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre.
13.11.2017