Gewaltprävention durch 3-Tor-Fußball

In Mexiko wird Kindern und Jugendlichen mithilfe einer abgewandelten Form des klassischen Fußballs spielerisch Respekt und Fair Play vermittelt.

3-Tor-Fußball? Richtig gelesen. Die Abwandlung des klassischen Ballspiels stammt vom dänischen Philosophen Asger Jorn, der die Idee einer "Dreiwertigen Logik" veranschaulichen wollte. Bei dieser Art von Fußball gibt es drei statt zwei Tore sowie Mannschaften. Zudem ist das Spielfeld um ein vielfaches kleiner. So entsteht kein klassisches Gegeneinander zweier Teams wie in der herkömmlichen Version. Es gibt verschiedene Möglichkeiten von Allianzen und Gegner und somit auch mehr Konfliktpotential. Daher ist Grundvoraussetzung für ein harmonisches und erfolgreiches Spiel eine gute Kommunikation und auch Fair Play.

Pater Juan Carlos von den Salesianern Don Boscos nutzt dieses Sportkonzept für die spielerische Vermittlung von Respekt und Fair Play an Kinder und Jugendliche in Leon, Mexiko. Viele der SpielerInnen, welche das Don Bosco-Jugendzentrum besuchen, kommen aus zerrütteten Familien, aus Armut und gewaltsamen Umfeldern. Kriminalität und Drogenmissbrauch gehören oft zum Alltag der Kinder und Jugendlichen, sie kennen keine Alternativen, können kaum aus der Armutsspirale ausbrechen. Mithilfe des 3-Tor-Fußballs möchte Pater Juan Carlos den Betroffenen ein alternatives Miteinander beibringen, um ihnen eine gewaltfreie Zukunft zu ermöglichen.

Um das erfolgreiche Gewaltpräventionsprojekt auszuweiten und noch mehr benachteiligte Kinder in Mexiko zu erreichen, bittet Jugend eine Welt um Spenden.
03.12.2019