Hungersnot

Krieg und Dürre, eine tödliche Kombination

Ende Februar hat die somalische Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen. In dem kriegsgeplagten Land sollen 6 Millionen Menschen auf Hilfsmittellieferungen angewiesen sein: Die Vereinten Nationen (UNO) sprechen von 360.000 mangelernährten Kindern, 70.000 drohe bereits der Hungertod. Die letzte Hungersnot in Somalia ist erst sechs Jahre her, 250.000 Menschen kamen damals ums Leben.

Extreme Wetterkapriolen, die eine Ernte nach der anderen zerstören, verstärken in vielen Ländern die Lebensmittel- und Trinkwasserknappheit immens: So wurde im Südsudan von der UN Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) bereits eine Hungersnot ausgerufen. Im Jemen drohen 3,3 Millionen Menschen zu verhungern, ähnlich trifft es die Bevölkerungen zentralafrikanischer Länder und Äthiopiens. Verstärkend kommt hinzu, dass im Jemen und in Somalia Krieg an der Tagesordnung ist. Und Boko Haram terrorisiert – ausgehend vom Norden Nigerias – mittlerweile auch jene Regionen Nigers, Kameruns und des Tschads, die an das Tschadbecken angrenzen.

Somit dürfte sich diese Hungerkrise seit längerem abgezeichnet haben. Jene NGOs, die in den betroffenen Ländern Nothilfe leisten, sind nun akut auf zusätzliche Spendeneinnahmen angewiesen. Auf spendeninfo.at können Sie sich über österreichische Hilfsorganisationen informieren, die in den betroffenen Gebieten aktiv sind (hier eine Auswahl):